GOLD für Bio-Kolanuss beim Sustainable Food Awards 2026
Unsere kleine sächsische Manufaktur natur-reich-inform holt GOLD für Bio-Kolanuss beim Sustainable Food Awards 2026!
Jedes Jahr werden die Sustainable Food Awards auf internationaler Ebene vergeben. Sustainability – Nachhaltigkeit. Ein Begriff, der in Sachsen geprägt wurde und von uns heute genau da gelebt wird – vom Rittergut Batzdorf bei Meißen raus in die Welt mit der Kolanuss als Koffeinquelle der neuen Generation. Und wir haben Grund zu feiern: Unsere Bio-Kolanuss hat Gold als „Nachhaltige Zutat“ beim „Sustainable Food Awards 2026“ gewonnen!
Wenn Kaffee unverträglich und Tee zu langweilig ist, bringt die Kolanuss die perfekte Balance, als nachhaltiges Koffein aus einer Frauenkooperative in Ghana. Dort wächst die Kolanuss im Agroforst: ökologisch, klimaneutral und -resistent. Wir bringen ein magenfreundliches, nachhaltiges Koffein nach Europa: vielfältig wie Kaffee, langanhaltend wie Tee.
Die Nachhaltigkeit liegt hier nicht nur im Rohstoff selbst, sondern auch in der Zusammenarbeit mit den Erzeugern in Westafrika. Es findet ein fairer und direkter Handel statt – mit den Menschen, die seit jeher die Kolanuss in ihrem Alltag integriert haben. Traditionell wird der Kolasamen frisch gekaut, um das Koffein aufzunehmen. Frische Kola ist das aber sehr bitter – deshalb arbeiten wir mit sonnengetrockneten Kolanüssen, die dann mild und kakaoartig schmecken. Das vereinfacht zudem Lagerung und Transport nach Europa. Hier wird die steinharte Kolanuss nur noch zerkleinert und gemahlen.
Gemeinsam können wir die Zukunft des nachhaltigen Koffeins gestalten – für eine Welt, die Gesundheit, Genuss und Verantwortung verbindet.
Fragestellungen des AWARD
Wann wurde die nachhaltige Zutat eingeführt?
Vorbereitung und Aufbau Bio-Cooperative in Ghana, sowie eigene KoffeinKakao Getränkepulver mit Bio-Kolanuss ab 2021. EU weiter Vertrieb von Bio-Kolanuss für Verarbeiter und Produzenten ab 2024 mit stabiler Lieferkette.
Was sind die Anwendungen der Zutat?
Die Bio-Kolanuss wird als natürliche Koffeinquelle und kakaoähnliche Zutat für Lebensmittel und Getränke verwendet. Ihr Pulver dient als Basis für KolaKao – Europas erstem KoffeinKakao mit Kolanuss – und ersetzt oder ergänzt Kaffee und Kakao in heißen und kalten Getränken, Smoothies, Shakes, Backwaren, Schokolade und Energie-Riegeln.
Dank ihres natürlichen Koffein- und Theobromin-Gehaltes wirkt sie langanhaltend anregend, ohne Säuren oder Bitterstoffe wie bei Kaffee. Zudem ist sie Namensgeber und traditioneller Aroma- und Farbgebender Bestandteil von Erfrischungsgetränken: Cola / Kola Limo. Etliche Kräuterliköre und Biere verwenden Kola. Sie eignet sie sich als pflanzliches Stimulans in funktionellen Lebensmitteln und Nahrungsergänzung (z. B. Sportnahrung). Auch sind die Antiagging Eigenschaften der Kolanuss für Kosmetik bekannt und relevant.
Wie wird die nachhaltige Zutat hergestellt?
Die Bio-Kolanuss wird in subtropischen Agroforst-Systemen in Ghana angebaut: Die Bäume wachsen (ohne Rodung) zwischen anderen Kulturpflanzen (z. B. Kakao), schützen den Boden und fördern die Biodiversität. Die Ernte erfolgt manuell, die Nüsse werden sonnen getrocknet (keine künstliche Energie) und von Hand geschält. Es entstehen keine Reststoffe: Schalen verbleiben im Wald und werden zu Biomasse.
Die Verarbeitung erfolgt in folgenden Schritten:
Vor Ort in Ghana: Ernten und Trocknung in Bio-zertifizierten Kooperativen (Energie: Sonne).
Import in EU: Transport - ungekühlt per Schiff, Druckentwesung im Lager
In Deutschland: Zerkleinerung und Feinvermahlung in Bio zertifizierten Industriemühlen
Besonderheiten: Keine chemische oder thermische Verarbeitung – rein mechanisch (Trocknung, Mahlung).
Ergebnis: Bio-zertifizierte Kolanuss in Rohkostqualität
Wie kann dieser Inhaltsstoff eine geringere Umweltbelastung haben als verwandte Inhaltsstoffe?
Die Kolanuss gedeiht natürlich in Agroforst-Systemen der Subtropen, die aktiv CO₂ binden und Wasser speichern. Als klimaresistenter, schnellwachsender Baum dient sie gleichzeitig als Schattenspender für empfindliche Kulturpflanzen wie Kakao – sie schützt den Boden vor Erosion, regeneriert die Humusschicht durch ihr Laub und ihre Schalen und steigert sogar die Kakaoerträge. Im Gegensatz zu Kaffee-Monokulturen, die oft Rodung, Bewässerung und Pestizide erfordern, kommt der Anbau der Kolanuss ohne chemische Hilfsmittel aus und fördert die Biodiversität.
Wasserverbrauch:
Die Kolanuss benötigt keine künstliche Bewässerung – sie begnügt sich mit Regenwasser. Der konventionelle Kaffeeanbau dagegen ist häufig wasserintensiv.
Lagerung:
Getrocknet ist die Kolanuss über 10 Jahre lagerfähig – ohne Qualitätsverlust und ohne Kühlung.
Verarbeitung:
Die Kolanuss wird lediglich zerkleinert – eine energieintensive Röstung wie bei Kaffee entfällt. Zudem bieten wir mehrere Vorzerkleinerungsstufen der steinharten Nuss an, was Weiterverarbeitern (z. B. für Extrakte, Tee, Likör oder Energieriegel) den Zugang zu diesem innovativen Rohstoff erleichtert und neue Produktideen in der Lebensmittelbranche fördert.
Wie hängt diese nachhaltige Zutat mit Innovation zusammen?
Die Bio-Kolanuss ist nicht nur eine nachhaltige Zutat, sondern auch ein Innovationsmotor in mehreren Dimensionen:
Marktchance & Rohstoff:
Der weltweit steigende Koffeinkonsum erfordert nachhaltige Lösungen. Statt neue Kaffeeplantagen durch Rodung zu schaffen, setzen wir auf die bereits existierende Kolanuss – in Westafrika weit verbreitet, aber bisher kaum exportiert. Sie bietet eine skalierbare, klimaneutrale Koffeinquelle mit hohem Potenzial für den europäischen Markt.
Produktinnovation:
Die Kolanuss vereint langanhaltendes Koffein mit stimmungsaufhellendem Theobromin (wie Kakao) – ohne Säure, also magenschonend. Ihr mild-wilder Geschmack und die ausgewogene Nährwertkombination ermöglichen vielfältige
Anwendungen:
von Kaffeeimitaten über Energie-Riegel bis hin zur langfristigen Vorratshaltung (über 10 Jahre lagerfähig).
Prozessinnovation:
Direkthandel mit Frauenkooperativen in Ghana für faire Löhne und transparente Lieferketten. Einfache, ressourcenschonende Verpackung (im Gegensatz zu Kaffeepads oder Aromaverpackungen). Lokale Verarbeitung (z. B. KoffeinKakao) für den afrikanischen Markt – Wertschöpfung vor Ort.
Marktinnovation:
Mit KolaKao (seit 2021) bieten wir Europas erste Bio-Kolanuss-Produkte an. Positioniert als „Kaffee 2.0“ spricht Kola klimabewusste Zielgruppen an, die nach nachhaltigen und zukunftsfähigen Alternativen suchen.
USP:
Die einzige skalierbare Koffeinquelle, die Wald und Klima schützt (durch Agroforst-Anbau) und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit fördert (durch faire Partnerschaften mit Frauenkooperativen). Zudem hat die Kolanuss Rohkostqualität und bietet sich so für Rohkostprodukte als Koffeinquelle an.
Welche sozialen und ethischen Eigenschaften hat dieser Inhaltsstoff?
Unser Projekt setzt auf eine Dekolonisierung des Handels: Statt Plantagenarbeit (wie beim Kaffeeanbau) arbeiten wir mit Frauenkooperativen in Ghana – mit fairen Löhnen und gesicherten Landrechten (traditionell nicht verkäuflich, also geschützt vor Landgrabbing). Die Ernte der Kolanuss schafft Arbeitsplätze in der Off-Saison (4–6 Monate/Jahr) für die lokale Dorfbevölkerung.
Der lokale Kolamarkt in Westafrika allgemein ist rückläufig, wodurch Kapazitäten frei werden, die in ihrer traditionellen Anbauweise – im Agroforst – erhaltenswert und schützenswert sind. Dies gelingt durch langfristige Lieferverträge und faire Zusammenarbeit.
Lokale Wertschöpfung & Selbstbestimmung:
Aktuell wird Kola meist als Rohstoff exportiert. Mit Fördergeldern planen wir ein Pilotprojekt, das die lokalen Gemeinden beim Aufbau einer eigenen Produktion (z. B. KolaKao) unterstützt, um die Wertschöpfung vor Ort zu halten. Die Dorfältesten möchten selbst KolaKao herstellen – wir würden dies ohne eigene Ideen aufzuzwingen begleiten. Es geht um Partnerschaft auf Augenhöhe, nicht um Entwicklungs„hilfe“.
Wertschätzung und Identitätserhalt von der kulturellen und traditionellen Kolanuss:
Die Kolanuss ist seit Jahrhunderten eine heilige Kulturpflanze Westafrikas – traditionell als Symbol der Gastfreundschaft, des Friedens und der Gemeinschaft genutzt. In vielen Kulturen wird sie bei rituellen Zeremonien, Hochzeiten oder Versammlungen gereicht, um Verbindungen zu stärken und Segnungen zu erbitten. Diese tiefe kulturelle Wertschätzung macht sie zu mehr als nur einer Zutat – sie trägt Geschichte, Respekt und Identität in sich.
Kultureller Wandel in Europa:
Wir positionieren Kola als „Kaffee mit gutem Gewissen“ – durch Aufklärung über die koloniale Geschichte des Koffeins, die Stärkung von Frauen in Ghana und Agroforst als Klimalösung. Unsere Zielgruppe sind umweltbewusste Konsument*innen, die nach nachhaltigen Kaffee-Alternativen suchen.
Vision:
Ein faires, klimapositives Koffein-System – vom Anbau in den Subtropen bis zum Konsum in Europa.
Wie verbessert dieser Inhaltsstoff das Nachhaltigkeitsprofil von Fertigprodukten?
Je nach verwendeter Menge im Rezept können folgende Auswirkungen das Nachhaltigkeitsprofil verbessern. Fundierte Recherchen und Untersuchungen stehen noch aus, daher keine konkreten Zahlen, nur die Faktoren, die eine Rolle spielen.
1. Ökologische Vorteile
a) Klimaschutz & CO₂-Bilanz
Reduktion der CO₂-Emissionen:
Anbau in Agroforst-Systemen bindet CO₂ (Quelle: World Agroforestry Centre) – somit mehr als Kaffee-Monokulturen.
Keine Rodung: Im Gegensatz zu Kaffee (häufig Regenwaldabholzung) wächst Kola in bestehenden Ökosystemen.
Transport: ungekühlter Transport reduziert Schiffsemissionen.
Lagerung: ganze Nuss ist 10+ Jahre haltbar ohne Kühlung, geeignet für Lagerhaltung in Kriesenzeiten.
Verarbeitung: Keine Röstung nötig (spart Energie vs. Kaffee).
b) Wassereinsparung
0 Liter Bewässerung (nur Regenwasser) vs. jen ach Region notwendige Bewässerung in Kaffeeplantagen (Water Footprint Network).
c) Biodiversität & Bodengesundheit
Förderung der Artenvielfalt: Agroforst-Systeme erhöhen die Biodiversität um mind. 30% (GBIF-Daten).
Bodenschutz: Schalen/Laub bilden Humus im Agroforst-Wald (vs. Kaffee: Bodenverlust durch Erosion).
d) Kreislaufwirtschaft
100% Verwertung: Schalen werden kompostiert (Nährstoffrückführung), Nuss wird vollständig verarbeitet (keine Abfälle).
2. Soziale Vorteile
a) Faire Arbeitsbedingungen
Direkthandel mit Frauenkooperativen in Ghana: Faire Löhne (über regionalem Durchschnitt) + Landrechte gesichert.
Arbeitsplätze in der Off-Saison der Kakao,- und Kaffeernte (4–6 Monate/Jahr) für Dorfbevölkerung.
b) Lokale Wertschöpfung
Pilotprojekt (geplant): Unterstützung lokaler Produktion (z. B. KolaKao in Ghana) → Wertschöpfung bleibt vor Ort.
c) Kulturelle und Traditionelle Wertschätzung
fördert Bewusstsein für Herkunft und Handwerk, stärkt lokale Traditionen und Identität der Frauenkooperative in Ghana und schafft so immateriellen Mehrwert für bewusste Verbraucher
3. Wirtschaftliche & Produktbezogene Vorteile
a) Ressourceneffizienz
Lange Haltbarkeit, ungekühlte Lagerung (10+ Jahre) reduziert Lebensmittelverschwendung, sichert Koffeinversorgung.
Einfache Verpackung (keine Aromabarriere nötig) spart Material (vs. Kaffeepads: ~5 g Kunststoff/Tasse).
b) Produktinnovation & Marktchancen
Magenschonend: Keine Säure (vs. Kaffee) → breitere Zielgruppe (z. B. Menschen mit Sodbrennen).
Vielfältige Verwendung: Basis für Kaffeeimitate, Energie-Riegel, Extrakte – skalierbar für nachhaltige Lebensmitteltrends.
4. Systemische Wirkung: Klimapositives Koffein-System
Vision: Geschlossener Kreislauf von Anbau (Agroforst) → Verarbeitung (lokal) → Konsum (Europa).
Warum glauben Sie, dass diese Zutat den Preis für nachhaltige Zutaten verdient?
Meine Suche nach magenschonendem Koffein führte mich zur Kolanuss – mild wie Grüner Tee, langanhaltend wie Guarana. Doch auf dem Weltmarkt gab es sie nicht in Bio. Also gingen wir bis zum Ursprung: das erste Projekt in Togo scheiterte, doch eine Frauenkooperative in Ghana zeigte uns, wie Qualität gelingt & das mit Leidenschaft. Anfang 2025, erlebten wir vor Ort, wie viel Potenzial in historischen Agroforst-Systemen, eingebettet in lebendige Dorfstruktur steckt. Die Begeisterung der Dorfbewohner für unseren KolaKao bestärkte uns: Hier beginnt die Zukunft.
Die Kolanuss vereint alles, was eine nachhaltige Zutat ausmacht:
Ökologisch: Klimapositiv durch Agroforst, keine Bewässerung, 10+ Jahre lagerfähig.
Sozial: Faire Löhne für Frauenkooperativen, lokale Wertschöpfung, Achtung der afrikanischen Kultur und Tradition.
Innovativ: Erste Bio-Koffeinquelle Europas – magenschonend, vielseitig, ohne Bitterstoffe.
Aus meinem privaten Ritual entstand so ein Produkt, das Tradition und Zukunft verbindet. Dafür verdient sie die Auszeichnung.