frische Kolanüsse auf Kies und Schiefertafeln im Abendlicht

Die Kolanuss (lat. cola vera)

Der Kola Baum: die Heimat des Kolabaumes mit seinen weit über 100 Arten ist der tropische Regenwald West- & Zentralafrikas. Die bis zu 20 m hohen Kolabäume gehören zu den Stinkbaumgewächsen der Familie der Malvengewächse.

Sie sind immergrün und tragen das ganze Jahr Früchte. Die gewellten Früchte sind länglich-oval und etwa so groß wie eine Frauenhand. In der so genannten Schließfrucht reifen bis zu 10 Samen, die sogenannten Kolanüsse.

Nur zwei der sieben genießbaren Arten der Kola Gattung werden heute in den Tropen hauptsächlich genutzt: Cola nitida & Cola acuminata. Die cola nitida wird vor allem getrocknet und für den Export verwendet, die cola acuminata wird von den Einheimischen frisch gekaut.

Kolanüsse aus Togo - ab 2020 in Bio

Bislang ist die Kolanuss auf dem Weltmarkt nicht in bio verfügbar. Da sie aber die Hauptzutat unserer koffeinhaltigen Kakaogetränke- namens KolaKao ist, sind wir seit langen bemüht, diese auch in Bio zu beziehen.
Wir sind in Kontakt mit 3 Bio-Projekten in Togo und Ghana, aber alles braucht Zeit. Die Einen prüfen erst die Bodenbeschaffenheit für künftige Pflanzungen, die Nächsten haben noch nicht mal eine Bio-Zertifizierungsorganisation im Land und die Anderen sind am vielversprechendsten.
Eben jene in Togo sind in Umstellung auf bio und haben Kolabäume auf dem Land stehen. Hier nun erste Bilder von Kolanüssen und Kolanussbäumen aus der Kooperative. Alles weitere ist eine Frage von Zeit & Geld für allerlei Formalitäten, Trocknung & Lagerkapazitäten, Import, Zertifikaten, Laboruntersuchungen und wohl noch so einiges Unerwartetes mehr.

Geschichte & Kultur

Die Kolanuss wird seit Alters her von den Einwohnern Westafrikas bei ihren Riten, Zeremonien & im Alltag gekaut. Die vielfältigen kulturellen Bedeutungen sind u.a. als Geschenk & Symbol der Gastfreundschaft & Verbundenheit, vergleichbar mit dem Rauchen einer Friedenspfeife, bis hin als Zahlungsmittel für eine Braut. Die ersten schriftlichen Zeugnisse um 1591 stammen vom Chronisten des portugiesischen Weltumseglers Ferdinand Magellan in seinem Aufsatz „Über das Königreich Kongo“. Mit den Sklavenhändlern gelangten Jungpflanzen nach Südamerika & andere tropische Regionen, wo sie weiter kultiviert wurden. 1886 wurde in Amerika das Erfrischungsgetränk, die Coca-Cola, bestehend aus den ursprünglich nahmensgebenden & hochwirksamen Bestandteilen den Cocablättern & den Kolanüssen erschaffen.

Geschmack & Zubereitung

Die Kolanüsse schmecken bitter & aromatisch erdig, ähnlich dem echten Kakao.
Kolanüsse sind frisch nicht gut lagerfähig. Daher werden sie vor dem Export meist getrocknet und eignen sich aufgrund ihrer Härte zum Zähne ausbeißen und Geduld üben. Meistens werden die Kolanüsse zu Pulver vermahlen, wodurch sich vielfältige Verwendungsmöglichkeiten ergeben:

Klassisch als Tee aufgebrüht ergibt es einen herben aber gesunden Sud. Bekannter ist die Kolanuss aus der namensverwanten Limonade. Gewöhnungsbedürftig aber wirksam in Fruchtsaft, Milchshakes, Jogurt, Kakao mischen und gut schütteln oder gründlich umrühren. Leckere Rezepte unter Allerlei koffeinhaltige & vegane Shake`s.

Inhalt & Wirkung

aktueller Laborbericht zum Koffeingehalt und Theobromingehalt der Kolanuss, lat. cola nitida

Literaturangaben zufolge enthalten Kolanüsse je nach Sorte bis zu 3,5 % Koffein & bis 0,05%-1% Theobromin. Die Laboruntersuchung des von uns verarbeiteten Kolanusspulvers der cola nitida erbrachte folgende aktuelle Werte: Koffeingehalt 2,4% und Theobromingehalt 0,31%.
Die Kolanuss ist allgemein belebend, stimulierend, stimmungsaufhellend & kommunikationsfördernd. Das Koffein in der Kolanuss ist an Gerbstoffe gebunden und entfaltet so eine sanft ansteigende & lang anhaltende & magenfreundliche Wirkung.

Kolanuss ist bestens geeignet zum Fasten, für Fitness sowie für den allgemein anspruchsvollen Alltag. Es ist hilfreich zur Gewichtskontrolle da es einen positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel ausübt.

Kolanuss ist gut zum Lernen, Studieren, Arbeiten & Kommunizieren.
Kolanuss ist in extremen Lebenslagen & Klimazonen unentbehrlich.

Nachgewiesene Wirkung von Koffein allgemein:
- erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration (75mgKoffein/Portion)
- erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit (3-4mg Koffein pro kg Körpergewicht min. 1h vor Beginn der körperlichen Aktivität)

Grober Unterschied der Koffeinträger Kolanuss und Kaffee:

Die Kolanuss wird roh getrocknet und vermahlen, dadurch bleibt das Koffein in seiner natürlichen Bindung an den Gerbstoffen erhalten. Diese naturbelassene Kombination macht das Koffein für unsereiner besser verträglich, da es nur langsam - dafür konstant und lang anhaltend abgegeben.

Der Kaffee wird vor der Zubereitung getrocknet, geröstet und vermahlen. Durch das Erhitzen in der Röstung trennt sich das Koffein von seiner natürlichen Bindung und steht dadurch schneller und eher wie nur ein kurzer Höhenflug zur Verfügung. Dies ist natürlich extrem von der Qualität der Röstung und der Bohne abhängig! Also besser weniger dafür qualitativ guten Kaffee trinken.

Das Koffein liegt in den Pflanzen in unterschiedlicher Konzentration vor und hat für sensible Geister sehr unterschiedliche Wirkspektren und wird auch sehr verschieden vertragen. Also nicht gleich verzagen, wenn sich eine Kaffeeunverträglichkeit eingestellt hat. Mehr zum Thema Koffeinallergie oder nur Koffeinunverträglichkeit.

Quellen & weiterführende Links: